D-Runner rennen weiter

D-Runner rennen weiter

Mainz (22.10.2009) - Als vor einem halben Jahr zehn Diabetiker aus der Doku-Soap D-RUN am Novo Nordisk Gutenberg Marathon in Mainz teilgenommen haben, war das ein großer Erfolg. Denn schließlich hatte sich keiner der zehn Teilnehmer träumen lassen, einmal eine solche sportliche Leistung vollbringen zu können. Doch unter der Leitung von dem mehrfachen Europameister im Hürdenlauf Harald Schmid und Dr. Felix Post der Universitätsmedizin Mainz haben sie es alle geschafft. Sie haben ihre Sportlichkeit, ihren Lebensstil und damit sogar ihre Blutwerte verbessert.

Die Doku-Soap ist nun beendet. Höchste Zeit nachzufragen, wie es den Teilnehmern ohne Kamera und Öffentlichkeit ergangen ist. Sind sie weiter gelaufen? Oder war die Versuchung, das bequeme Leben wieder aufzunehmen, doch stärker? Bei Marion beispielsweise gab es zwischenzeitlich Probleme: „Zunächst hatte ich weitertrainiert, musste dann aber leider verletzungsbedingt aufhören zu laufen und hab erst seit vier Wochen wieder angefangen zu trainieren.“ Hartmut hingegen erzählt: „Ich bin so richtig drin und das Laufen ist nicht mehr wegzudiskutieren. Ich lauf jetzt immer weiter.“ Belinda ging es ähnlich: „Ich habe noch nie so großartig Sport gemacht, wie ich jetzt mache.“ Ebenso wie Nina: „Ich bin zum Läufer geworden, was ich vorher nie gedacht hätte.“

Das größte Hindernis nach D-Run stellte für viele Läufer die Motivation dar: „Die Motivation während des Projekts hochzuhalten, war nicht das Problem, sondern danach“, so Peter. „Die Gruppe, die Motivation fehlt; allein ist es viel schwerer, sich aufzuraffen“, bedauert Claudia.

Dennoch sind die Erfolge von D-RUN für die zehn Menschen mit Diabetes klar erkennbar, wie Heinz beschreibt: „D-RUN hat hat mir gezeigt, dass man kein Mensch zweiter Klasse ist, sondern dass man an etwas glauben muss. Das Laufen hat mir geholfen, dass ich wieder an mich selbst glaube.“ Auch seine Gesundheitswerte, wie der Hba1c, zeigen eine Verbesserung: „Ich war ja einer der Kandidaten, die mit einem sehr hohen Wert angefangen haben, bin jetzt mittlerweile bei 6,9 und brauch immer weniger Medikamente.“

Aber nicht nur auf der gesundheitlichen Ebene, sondern auch auf der sozialen konnte der D-RUN das Leben der Teilnehmer bereichern. „Es hat sich in der Trainingsphase und auch danach ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt, das ich sehr beeindruckend finde“, so Pit. Und Heinz pflichtet ihm bei: „Ich hab neun sehr gute Freunde kennengelernt. Ich glaube wir haben uns gesucht und gefunden.“

Nun stellen sich die Zehn einer neuen Herausforderung: Sie haben sich für den Staffellauf des Frankfurt Marathons am 25.10.2009 angemeldet. Dort sind Strecken zwischen 6 km und 14,2 km in Teams zu bewältigen.

Nach einem gemeinsamen Training mit den beiden Experten Harald Schmid und Dr. Felix Post haben die beiden allerdings eher gemischte Gefühle, da ein paar ihrer Schützliche mit körperlichen Problemen zu kämpfen hatten, wie Achillessehnenverletzung (Heinz), Entzündung im Fuß (Marion) oder Rückenproblemen (Peter). Harald Schmid riet ihnen daher, es vorsichtig angehen zu lassen.

Und so ist zwar der Fitness-Stand bei den D-Runnern recht unterschiedlich, aber alle freuen sich sehr auf kommenden Sonntag, wenn sie wieder gemeinsam an den Start gehen.

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